Zentrum für erneuerbare Energien -

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            NACHRUF

Der Vorstand und die Mitglieder des „Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf“

und des Solarenergie-Fördervereins trauern um Ekkehard Brühschwein, der als Motor

in Sachen Klimaschutz, Energiewende, Umweltpolitik im weitesten Sinne über viele Jahre in

unserer Region tätig war. Wir werden uns bemühen, in seinem Sinne weiterhin tätig zu sein

und wollen ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

 Mitarbeiter und Vorstand des ZEN Fördervereins e.V.
 

 

Zweck und Aufgaben des Vereins

Zweck des Vereins ist die Unterstützung und Förderung der Errichtung und des Betriebes eines Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Kloster in Ensdorf. Er will damit den Umwelt- und Klimaschutz fördern, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen, insbesondere der Sonnenenergie, das ökologische Bauen und Sanieren, den Einsatz umweltfreundlicher Technologien im Bauwesen und die Realisierung von Energieeinsparungspotentialen vorantreiben und das Verbraucherverhalten in der Region durch öffentliche Information über neue Erkenntnisse im Umweltschutz und bei umweltfreundlichen Technologien positiv beeinflussen.

Der Verein hat hierzu insbesondere die Aufgabe, Mittel zur Verwirklichung der Ziele des Vereins einzuwerben, Angebote zur Fort- und Weiterbildung von Verbrauchern und Handwerkern über neue Erkenntnisse im Umweltschutz und umweltfreundlichen Technologien und über Energieeinsparungspotentiale zu gestalten, einschlägige Wissenschaft und Forschung zu fördern, mit Initiativen, Institutionen und Vereinen zusammenzuarbeiten, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen.
Die zur Erfüllung des Vereinszwecks benötigten Mittel sollen durch Mitgliedsbeiträge, öffentliche Beihilfen des Landkreises Amberg-Sulzbach, des Landes, des Bundes, der Europäischen Union und Spenden aufgebracht werden.

Gründung des Vereins

Die Gründungsversammlung des ZEN fand am 24. November 2007 und die konstituierende Sitzung am 2. Februar 2008 statt. Bis dahin waren jedoch viele Jahre des spontanen Ideensammelns, intensiver Gespräche und ausgefeilter Konzeptentwicklungen ins Land gezogen.

Begonnen hat es 2001 mit Ekkehard Brühschwein, Lehrer i. R. und Jahrzehnte der Vorreiter in der Energiewende und im Klimaschutz im Landkreis und darüber hinaus. Sein Anstoß, Ideen für die Entwicklung eines Konzeptes zur Förderung der Erneuerbaren Energien und zum Schutz des Klimas zu sammeln, fiel bei Manfred Lehner, Leiter der Volkshochschule Sulzbach-Rosenberg und Moderator des Agenda 21-Beirats des Kreistages, und seinen Mitstreitern auf fruchtbaren Boden.

Weitere Impulse erhielt das Gremium auf einer Klausurtagung 2002 in Ostritz an der Grenze zu Polen und Tschechien. Das Ende des Braunkohleabbaus nach der Wende zwang die Stadt zu völlig neuen Wegen in der Energiegewinnung, Wärmeversorgung und Schaffung neuer Arbeitsplätze. Das „Ostritzer Modell“ mit Fernwärme aus einem Hackschnitzel-Heizkraftwerk und Strom aus dem Wasserkraftwerk des nahen Klosters St. Marienthal und vier Windkraftanlagen auf den Anhöhen ringsum erhielt bei der „EXPO 2000“ einen der fünf ersten Preise. Überzeugende Anregungen lieferte auch die Gemeinde Wildpoldsried, deren Bürgermeister den Satz prägte: “Um Klimaschutz und Erneuerbare Energien voranzubringen, muss man gute Ideen klauen und weiterverschenken.“

Mit neuen Ideen und Anregungen aus der „Energieökologischen Modellstadt Ostritz“ zurück, begann eine Kerngruppe aus Pensionisten im Agenda-Beirat unter der Moderation von Manfred Lehner mit der Entwicklung eines Leitbildes für den Landkreis Amberg-Sulzbach. Ausgangsgedanke war die Erstellung eines dezentralen nachhaltigen Energiekonzepts (s.o.). Da die Lösung der Energieproblematik als dringendste Aufgabe der nahen Zukunft angesehen wurde, gründete sich zunächst der Verein „regEn e.V.“, der u.a. mit der Berufung von KEGs – Kommunale Energie-Beauftragte – ein deutliches Zeichen für die Energiewende in den Gemeinden setzte.

Im Mai 2005 fertigte Manfred Lehner ein detailliertes Konzept für ein „Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit“ mit Sitz im Museum Theuern an, das auf der „Ensdorfer Erklärung“ und den Schlüsselprojekten des Leitbildes basierte. Bald stellte sich als besserer Standort die bereits erfolgreich etablierte Umweltstation des Klosters Ensdorf heraus. Im Oktober lag eine Projektskizze zum Umbau des Musikhauses zur Zentrale des ZEN vor.

2006 reichte die UW-Station Förderanträge für das Projekt bei der EON und CO2NTRA c/o Saint Gobain Isover ein. Die Bewilligung von 25.000.- € bzw. 50.000.- €  gab den ZEN-Akteuren den entscheidenden finanziellen Impuls. Mit dem Ziel, das ZEN zu institutionalisieren, folgten 2007 die ersten Gespräche mit Landrat Armin Nentwig und Verwaltungsvertretern im Landratsamt. Zur kontinuierlichen, zielorientierten Umsetzung der Ziele des ZEN war die Gründung eines Fördervereins die gebotene Voraussetzung. Die Gründungsversammlung fand am 24. November 2007 und die konstituierende Sitzung am 2. Februar 2008 statt.

Die Wahlen des Vereinsvorstands ergaben:

Erster Vorsitzender:         Pater Georg Matt, Direktor des Klosters Ensdorf

Zweiter Vorsitzender:      Karl Müller, Berufsschulfachlehrer für Zimmerer

Kassenwart:                      Jürgen Zach, Geschäftsführer der Umwelt-Station

Schriftführer:                    Manfred Lehner, Leiter der VHS im Landkreis Amberg-Sulzbach

Beisitzer:                            Prof. Dr. Franz Bischof, Professor an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden

                                            Florian Rieder, Leiter der Zukunftsagentur Plus

                                            Ekkehard Brühschwein, Hauptschullehrer i.R. und AB-Mitarbeiter

Aus pragmatischen Gründen wurden die Zielvorstellungen in der Folge nicht gänzlich umgesetzt.

Die Gemeinde Ensdorf stellte ihr eigene Räume im Kloster für das ZEN zur Verfügung. Der Umbau des Musikhauses erübrigte sich und das kam dem Kreistag sehr gelegen. Mit der Einstellung eines Geschäftsführers und bald darauf einer Assistentin sowie der zeitweisen Beschäftigung von Studierenden der FH als Praktikanten setzte die Umsetzung der Ziele des ZEN allmählich immer erfolgreicher ein.

Verfasser: Manfred Klemm